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Veränderung

Veränderung

In dieser Welt ist vieles im Wandel – manchmal leise, manchmal kraftvoll, und ja, manchmal macht es uns auch Angst. Wir wissen nicht, was morgen sein wird, wie die Welt aussieht, wenn ein neuer Tag beginnt. Also versuchen wir, Schritt zu halten, uns anzupassen und mit der Veränderung zu gehen.

 

Und doch scheint es manchmal, als brauche es grosse Erschütterungen, damit das Alte wirklich gehen darf. Warum das so ist, wissen wir nicht. Vielleicht macht genau das die Veränderung für uns greifbarer – und wir können lernen, sie anzunehmen.

 

Dabei geschieht Veränderung die ganze Zeit, in uns. Seit unserem ersten Atemzug. Schon im Bauch wachsen wir, Tag für Tag. Und auch wenn wir irgendwann im Erwachsenenalter „ausgewachsen“ sind, hört dieses Wachsen nicht auf – es verlagert sich nach innen. Gedanken verändern sich, Gefühle, Überzeugungen.

 

Glaubenssätze begleiten uns ein Stück unseres Weges, bis wir beginnen, sie zu hinterfragen. Bis wir spüren, dass sie nicht wirklich zu uns gehören. Spätestens in der Pubertät erwacht in uns der Wunsch herauszufinden, wer wir sind: Wie wir wirken, was wir auslösen, wo wir dazugehören. Wollen wir Teil der Gruppe sein oder bewusst unseren eigenen Weg gehen? In dieser Zeit sammeln wir Erfahrungen, probieren uns aus und sind vielleicht sogar überzeugt, alles besser zu wissen. Und ein Teil davon stimmt auch – das Wissen liegt in uns. Doch erst durch unsere Erfahrungen beginnt es, lebendig zu werden.

 

Veränderung ist immer präsent. Sie lässt uns wachsen und zeigt uns Schicht für Schicht, wer wir sind. Ohne Veränderung wäre das Leben wohl ziemlich langweilig – wir würden nichts erfahren. Doch wie lernen wir, Veränderung als Chance wahrzunehmen? Indem wir sie leben.

 

Auch unser Körper erinnert uns jeden Tag daran. Er ist ein wahres Wunderwerk und ständig in Bewegung. Das zeigt sich sogar in etwas so Alltäglichem wie unserem Haar. Etwa 100'000 Haare tragen wir auf unserem Kopf, und jedes einzelne folgt seinem eigenen Rhythmus. Rund 90 % befinden sich in der Wachstumsphase, während andere ruhen oder sich lösen. Ein stiller, natürlicher Kreislauf, der dafür sorgt, dass immer Neues entstehen darf.

 

Manchmal fällt uns auf, dass wir mehr Haare verlieren als sonst, und wir spüren: Etwas ist im Wandel. Dabei sind bis zu 100 Haare pro Tag ganz normal. Die Gründe für Veränderungen können vielfältig sein – Stress, Krankheit, Medikamente, hormonelle Umstellungen oder emotionale Erlebnisse.

 

Bei mir selbst habe ich beobachtet, dass mein Haar mir Zeichen gibt. Wenn es Zeit für einen Haarschnitt ist, spüre ich oft auch innerlich, dass eine Veränderung ansteht. Vielleicht darf etwas gehen, vielleicht möchte etwas Neues entstehen.

 

Ich vertraue darauf, dass mein Körper – und damit auch mein Haar – immer für mich arbeitet. Dass es seinen Grund hat, wann und warum genau jetzt ein Schnitt ansteht. Und wenn ich Veränderung nicht als Bedrohung sehe, sondern als Einladung, wird es leichter, mich darauf einzulassen.

 

Wir begegnen uns jeden Tag im Spiegel. Und genau deshalb finde ich es so wichtig, dass wir uns wohlfühlen – mit unserem Haar, mit unserem Körper, mit uns selbst. Dass wir erkennen, dass unser Haar mehr ist als nur Äusserlichkeit. Es trägt unsere Geschichte nach aussen und zeigt auf seine Weise unsere innere Schönheit.

 

Gemeinsam mit unserem Körper sind wir ein Ganzes. Ein lebendiges, sich wandelndes Kunstwerk – einzigartig und wunderschön.

 

In Haarliebe


Silvia Jenni – NaturHaarKraft