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Juni

Juni

Am Montag, dem 15. Juni, starte ich mit den Hellen Rauhnächten und tauche ein in diese besondere Zeit. Ich liebe diese Tage des Lichts und geniesse die Zeit mit mir selbst, verbunden mit der Natur. Ich tanke Sonnenlicht, Wärme und die Kraft der Sonne. Sie zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht und wärmt meine Seele. Ich fühle mich geborgen und wohlig warm.

 

Ich bewundere die Kraft der Sonne und ihr Licht. In der heutigen Zeit, in der wir jederzeit Strom zur Verfügung haben, scheint das Sonnenlicht oft nicht mehr so wichtig zu sein. Und doch merke ich gerade im Sommer, wie lang die Tage sind. Dann fühle ich mich energiegeladen und voller Motivation. Natürlich bin ich dankbar, wenn ich mich an besonders heissen Tagen im See abkühlen kann.

 

Auch das Element Wasser gehört zu den Hellen Rauhnächten. Wasser verändert sich ständig, je nach Temperatur und Umgebung. In einem Bach oder einem See zu baden, trägt jeweils eine ganz eigene Energie in sich. Es gibt die unterschiedlichsten Arten von Regen: Es nieselt, es regnet Bindfäden oder wie aus Kübeln, als würde der Himmel seine Schleusen öffnen. So viele Redewendungen beschreiben den Regen oder sogar ein Gewitter.

 

Bei einem Gewitter spürt und erlebt man die Urkraft der Natur besonders intensiv. Es ist ein beeindruckendes Spektakel, das den Himmel erleuchtet. Der Wald wird in dieser Zeit für mich zu einem Ort der Ruhe und des Auftankens. Kühl und einladend nimmt er mich mit offenen Armen auf. Barfuss durch den Wald zu laufen, belebt mich und schenkt mir Zuversicht. Einen Baum zu umarmen oder mich einfach an ihn anzulehnen, lässt mich neue Kraft schöpfen. Dabei verbinde ich mich mit meinem Atem und der Energie von Mutter Erde.

 

Natürlich gehören auch die Menschen zu dieser Zeit, denn sie ist geprägt von Gemeinschaft und Miteinander. Wir sind miteinander verbunden und stehen in der vollen Blüte des Lebens. Gemeinsame Zeit und bereichernde Gespräche nähren unsere Seele und schenken unserem Leben Tiefe. Gleichzeitig ziehen wir uns jeden Abend für einen Moment zurück, schreiben unsere Gedanken und Gefühle auf und schaffen uns einen stillen Augenblick, der nur uns allein gehört.

 

All dies spüren auch meine Haare. Sie tanzen mit mir und zeigen sich von ihrer schönsten Seite. Ich bin glücklich und stehe bewusst im Leben – das spiegeln mir meine Haare wider. Haare sind sensibel und zeigen oft unmittelbar, wie wir uns fühlen. Vielleicht entsteht während dieser Zeit der Impuls, meine Haare zu schneiden. Dann werde ich diesem Impuls folgen.

 

Ich beobachte meine Haare und freue mich über sie, denn sie begleiten mich jeden Tag und in jeder Situation. Sie sind nicht einfach nur da – sie sind ein Teil meines Körpers. Das darf jeder für sich nutzen. Denn wenn du beginnst, deine Haare bewusst zu beobachten, bist du ganz bei dir, im Hier und Jetzt. Oft verändert sich auch etwas in deinem Inneren, sobald du etwas an deinen Haaren veränderst.

 

In den letzten Tagen hat es viel geregnet, und die Luft ist voller Feuchtigkeit. Meine Haare nehmen diese Feuchtigkeit sofort auf und locken sich wild. Da ist jedes Frisieren sinnlos – der Regen ist stärker. Doch genau das liebe ich. Ich geniesse es, meine Haare einfach so fallen zu lassen, wie sie wollen. Die Natur übernimmt die Führung, und mein natürliches Haar wird für mich zum Wegweiser und treuen Wegbegleiter.

 

Immer wieder bin ich beeindruckt davon, wie meine Haare mein Wesen zum Vorschein bringen.

 

In diesem Sinne wünsche ich dir wundervolle Helle Rauhnächte und viele überraschende Momente auf deinem eigenen Weg.

 

NaturHaarKraft - Silvia Jenni