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Juli

Juli

Am 1. Juli sitze ich in einem Café, trinke einen Cappuccino, geniesse dazu ein frisches Gipfeli und blicke hinaus in den Regen. Nach einer intensiven Hitzeperiode fühlt sich dieser Regen wie ein Geschenk an. Die Natur hat ihn dringend gebraucht. Die Böden waren trocken, Pflanzen und Tiere warten auf jeden Tropfen. Mit dem Regen kehrt eine wohltuende Ruhe ein. Die Hitze lässt nach, die Luft wird frischer und man kann wieder tief durchatmen.

 

Ich habe die heissen Tage sehr genossen. Die Abkühlung im See, die Zeit mit meiner Familie und die langen Sommerabende haben mir gutgetan. Nun schenkt mir der Regen einen Moment des Innehaltens. Es ist die Zeit, liegen Gebliebenes zu erledigen oder sich einfach bewusst eine Pause zu gönnen.

 

Auch unsere Haare erleben den Sommer intensiv. Sonne, Hitze, Wind und Wasser hinterlassen ihre Spuren. Deshalb gilt es, eine gute Balance zu finden: die Sonne geniessen und gleichzeitig das Haar schützen. Ein Hut, ein lockerer Zopf oder ein Tuch können dabei wertvolle Begleiter sein.

 

Natürlich lieben unsere Haare das Wasser. Nach einem Bad im See oder Pool fühlen sie sich oft herrlich leicht an. Gleichzeitig können Sonne und Wasser dem Haar Feuchtigkeit entziehen. Deshalb lohnt es sich, dem Haar nach einem Sommertag etwas zusätzliche Pflege zu schenken.

 

Unser Körper ist dabei der beste Gradmesser. Er zeigt uns, wann wir genug Sonne getankt haben und wann es Zeit ist, in den Schatten zu wechseln. Wer lernt, auf diese Signale zu hören, tut nicht nur seinem Körper, sondern auch seinen Haaren etwas Gutes.

 

Ich liebe besonders, wie die Sonne meine Haare verändert. Obwohl ich dunkles Haar habe, schimmern im Sommer feine rötliche Reflexe darin. Dieses natürliche Farbspiel fasziniert mich jedes Jahr aufs Neue. Kein chemischer Farbton kann diese Vielfalt nachahmen. Natürliches Haar lebt von seinen unterschiedlichen Nuancen – und genau das macht es so einzigartig.

 

Wer blonde Haare hat, kann sie auf natürliche Weise etwas aufhellen. Ein wenig frisch gepressten Zitronensaft mit Wasser verdünnen und nach der Haarwäsche über die Längen giessen. Anschliessend wie gewohnt pflegen. Diese Methode eignet sich jedoch nur für blondes Haar. Weisses oder graues Haar kann dadurch einen Gelbstich bekommen.

 

Gerade im Sommer freut sich das Haar über zusätzliche Feuchtigkeit. Ich verwende dafür reines Aloe-Vera-Gel und knete es sanft in das frisch gewaschene, handtuchtrockene Haar ein. Danach pflege und style ich meine Haare wie gewohnt.

 

Auch eine natürliche Pflegespülung oder eine Haarmaske darf zwischendurch nicht fehlen. Ich persönlich bevorzuge möglichst natürliche Produkte. Unsere Kopfhaut ist ein empfindlicher Teil unseres Körpers. Deshalb achte ich bewusst darauf, was ich auf Haut und Haare auftrage. Viele Menschen stellen ihre Haarpflege heute sogar selbst her – im Internet finden sich zahlreiche einfache und inspirierende Rezepte.

 

Doch bei aller Pflege gibt es etwas, das noch wichtiger ist.

 

Wie fühlst du dich? Bist du glücklich? Lebst du das Leben, das sich für dich richtig anfühlt?

 

Unsere innere Verfassung spiegelt sich oft auch im Äusseren wider. Wenn wir uns wohlfühlen, strahlen wir das aus – auch unsere Haare wirken lebendiger. Dankbarkeit hilft mir dabei, den Blick auf das zu richten, was bereits da ist. Gerade hier in der Schweiz dürfen wir uns bewusst machen, wie privilegiert wir leben. Natürlich trägt jeder Mensch seine eigene Geschichte mit sich. Und doch begegnen mir immer wieder Menschen, die trotz schwerer Erfahrungen ihre Freude am Leben bewahrt haben. Das berührt mich.

 

Ich wünsche dir einen wunderbaren Sommer mit vielen Sonnenstrahlen, erfrischendem Regen und ganz viel Freude an deinem natürlichen Haar.

 

In Dankbarkeit

NaturHaarKraft – Silvia Jenni